Pressemitteliung vom 10. Mai 2020

München/bundesweit, den 10. Mai 2020

Die Reisebüro-Demonstrationen gehen weiter!

7.000 Reisebüro-Inhaber und ihre Mitarbeiter der Reisebüros in Deutschland geben nicht auf: Sie werden am 13 Mai 2020 bundesweit wieder auf die Straße gehen, um für finanzielle Soforthilfe von der Bundesregierung zu demonstrieren! Das Aktionsbündnis fordert mit Nachdruck den Reise­ Rettungsfonds und eine umgehende und nicht rückzahlbare Beihilfe als Entschädigung für das Berufsverbot.

„Diese Hilfe brauchen wir schnellstens. Unsere Existenzen stehen auf dem Spiel. Die Lage in der gesamten Touristikbranche spitzt sich von Tag zu Tag dramatisch zu.“ sagt Anke Mingerzahn aus Erfurt und Mitgründerin des Aktionsbündnisses.
Die Proteste sind Teil einer bundesweiten Demonstration in mehr als 40 Städten, darunter Berlin, Dresden, München & Hamburg. Bereits am 29. April 2020 hatten über 2.000 Touristiker, begleitet von großem Medieninteresse, demonstriert.

„In Berlin ist zusätzlich zur Demonstration ein Auto- und Buskorso geplant. Dieser zweite bundesweite Demonstrationstermin wird wesentlich größer als die erste Aktion. Unser grassroot movement ist stark gewachsen. Wir haben viele Aktivitäten vorbereitet, damit Herr Bundesminister Altmaier uns nicht länger überhören kann. Sogar andere Bundespolitiker sind empört über sein Verhalten gegenüber der Tourismusbranche. Unsere Geduld ist zu Ende!“ berichtet Claudia Mades Presse-Koordinatorin aus München.

Durch das faktische Berufsverbot, ausgelöst durch die weltweite Reisewarnung, müssen die Reisevermittler einen Umsatzverlust von 92,8% hinnehmen (Quelle: Tats backoffice Technik­ dienstleister}. Trotz dass die Ladengeschäfte öffnen können, ist den Reisebüros der Vertrieb von Reisen so gut wie unmöglich. Rund 70 Millionen touristische Reisen fanden im Jahr 2019 statt. Über 70% aller touristischen Reisen waren Auslandsreisen.

Jennifer Thies (Saarbrücken} Demonstrations-Organisatorin sagt: ,,Die Situation ist einzigartig für die Wirtschaft. Es fallen nicht nur neue Einnahmen weg, sondern lange im Voraus gebuchte Reisen müssen storniert werden. Damit entfällt auch rückwirkend unsere Bezahlung. Wir Vermittler haben also das letzte halbe Jahr umsonst gearbeitet. Dennoch ist der Arbeitsaufwand von mindestens 200% höher als sonst, da alle Vorgänge immer wieder verändert, umgebucht oder storniert werden müssen.“

Die geschätzten Umsatzeinbußen betragen bis Ende Juni bei 10,8 Milliarden Euro. Die gesamte Touristik, für die bundesweit rund 2,9 Millionen Menschen tätig sind, steht vor dem Kollaps. Allein die ca. 11.000 Reisebüros in Deutschland sichern 100.000 Arbeitsplätze.

Marion Tibursky aus Berlin und Gründerin des Bündnisses fordert: ,,Unser erklärtes Ziel ist weiterhin eine branchenspezifische Lösung mit nicht rückzahlbaren Beihilfen für die Reisebüros und Reisebranche – JETZT! Der aktuelle Entwurf für die Staatshilfe greift für unsere Branche nicht.“

Wir zeigen Gesicht! Rettet die Reisebüros – rettet die Touristik!
V.i.S.d.P

Claudia Mades (Gebiet Süd/West} Marion Tibursky (Gebiet Nord} Anke Mingerzahn (Gebiet Ost}

Tel: 089-32121580 cmades@design-travel.de
Tel: 0151-51073897 teletour-reisen@t-online.de
Tel: 0151-19665083 a.mingerzahn@merkur-uc.de